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“Sagen Sie, kennen Sie unsere Gemeinde?”

„Sagen Sie, kennen Sie unsere Gemeinde?“
Dekanate laden zum Kirchenkabarett mit Sabine Henke

Lebach – „Bei uns in der Gemeinde arbeiten wir mit dem Senioren-Dreiklang“, erklärt Küsterin „Fide Finkeldey“ dem Publikum in der Lebacher Stadthalle. Das Mitglied der Gemeindegruppe 70 plus schiebt auch gleich die Erklärung nach: „Erstens: Wir sind viele. Zweitens: Wir sind billig. Drittens: Wir können nicht schnell weglaufen“. Die Pointe sitzt. Das Publikum lacht und applaudiert. Die über 300 Frauen und Männer kommen aus der ehrenamtlichen Arbeit in den Pfarreien an der Saar und den nördlichen Saarland. Sie haben alle ihre Erfahrungen mit der Gemeindearbeit. „Fide Finkeldey“, alias Sabine Henke aus Dortmund hat diese Erfahrungen auch. Kabarettistin Henke lässt ihre Kunstfigur Finkeldey quer durch die Gemeindearbeit stolzieren und präsentiert dabei zugespitzt vieles, was alle im Saal schon mal ähnlich erlebt haben.

„Nix für Feiglinge“ ist der Kabarett-Abend überschrieben, zu dem die Dekanate Dillingen, Losheim-Wadern, Merzig, Saarlouis und Wadgassen gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Saar-Hochwald Ehrenamtliche eingeladen haben. Seit Jahren gibt es diese Kabarett-Abende als kleine Dankeszeichen für das Engagement, erklärt Dekanatsreferent Rolf Friedsam. Lachen verschaffe auch eine große Portion Erleichterung über den Frust, der oft erlebt werde. Außerdem bringe der Abend viele engagierte Menschen aus unterschiedlichen Gemeinden zusammen. Die große Zahl derer, die zum Kabarett gekommen sind, zeige, dass sich in den Pfarrgemeinden ganz viele engagieren, „auch in schwierigen Zeiten“ und wenn Veränderungen anstehen.

„Kirche ist nix für Feiglinge“ sagt Kabarettistin Henke, die ihr gleichnamiges Programm seit Jahren auf die Bühne bringt und immer wieder aktualisiert. In Flensburg geboren und schon lange in Dortmund zuhause weiß die 61-Jährige, von was ihre Kunstfiguren auf der Bühne sprechen. Vor ihrem Leben als freischaffende Kabarettistin hat sie lange Jahre in der Evangelischen Kirche als Gemeindepädagogin gearbeitet und Ehrenamtliche ausgebildet. „Wenn man lange in der Kirche arbeitet, braucht man etwas für die Psychohygiene“, begründet sie ihren Wechsel zum Kabarett und zur Schauspielerei. Sie schlüpft gerne in Rollen, etwa der Luther-Ehefrau Katharina von Bora. Sie will auf der Bühne auch was fürs Auge bieten. In ihren Texten wird immer wieder auch ihre Lebenserfahrung hörbar. „Kirche ist da, wo Christen sich treffen“, sagt etwa „Maria Kirchmeier“ nachdem die Kirche im Dorf „wegen fehlender Frequentierung“ abgerissen wurde. Einen Anspruch etwas zu verändern hat Henke nicht, vielmehr will sie gut unterhalten. Allerdings werde sie nach den Vorstellungen immer wieder gefragt: „Sagen Sie, kennen Sie unsere Gemeinde?“ Die Kabarettabenden sollen Menschen helfen, „Abstand zu gewinnen und ohne Schadenfreude gemeinsam zu lachen.“ Denn „wer lacht, kann mutig weiter machen“. Und so lässt sie auf der Bühne die „Kirchmeier“, ehemalige Leiterin der Handarbeitsgruppe „Kreuzstich“, erzählen: von geklöppelten Klorollenhüllen, die zur „Sockelfinanzierung der Gemeinde beitragen“ und von den Freiluftgottesdiensten die der „Mimi“ (Mitarbeiter mit Migrationshintergrund) „Pfarrer Schorsch aus Kenia“ zu ihrer Freude so gerne abhält..
Über zwei Stunden unterhält Henke ihr Publikum in Lebach. So wie Hans-Werner Linsler aus Saarlouis. Ihm hat es gut gefallen und: „Die Beobachtungen aus den Gemeinden stimmen“, sagt er.
Hans Georg Schneider(mit freundlicher Genehmigung)

Die Frau an Luthers Seite

Durch emsige Gartenarbeit sei sie quasi zur einer zweiten Hildegard von Bingen geworden: Sabine Henke als Katharina von Bora im Buchcafé.
Foto: Landsiedel

 

Thomas Landsiedel

Bad Hersfeld. Katharina von Bora plaudert aus dem Nähkästchen. Sie habe die 95 Thesen an die Kirchentür genagelt, Martin – handwerklich völlig unbegabt – habe bei der Aktion lediglich „den Überblick behalten“, sprich Schmiere gestanden, berichtet die starke Frau hinter Luther. Durch emsige Gartenarbeit sei sie quasi zur einer zweiten Hildegard von Bingen geworden und sie weiß daher ganz genau, dass Depressionen und Verstopfung zusammen gehören:„Aus einem verzagten Arsch kommt halt kein fröhlicher Furz“. So wundert es kaum, dass aus der „entlaufenen Nonne mit Entwicklungspotenzial“ inzwischen eine gefragte Frau geworden ist, die von allen Parteien als Gallionsfigur für den anstehenden Bundestagswahlkampf heftig umworben wird. Während die SPD keinen großen Unterschied zwischen Martin Schulz und Luther – Hauptsache Martin – sieht, will die CSU sie sogar ins „Kompetenzteam Ilse Aigner“ berufen.

Unterschiedliche Rollen

Die Kabarettistin Sabine Henke gastierte am Freitagabend mit ihrem Programm „Luther wäre dafür“ im restlos ausverkauften Buchcafé. Henke, die gerne auch als „Kirchenkabarettistin“ bezeichnet wird, schlüpfte im Verlauf des Abends in die unterschiedlichsten Rollen wie der der Reporterin für „Kirche Heute“, in denen sie nicht nur den aktuellen Luther-Hype, sondern auch das alltägliche kirchliche Gemeindeleben auf die Schippe nahm. Ob es um die LutherDevotionalien für den Gemeindebasar, die Schwärmerei einer ältlichen Dame aus dem Kirchenvorstand für den jungen Pfarrer mit dem Doppelnamen oder eine ehemalige Küsterin vom Arbeitskreis 70 plus ging, Henke traf den Nerv des Publikums, darunter viele aktive Kirchenmitglieder, mit erstaunlicher Treffsicherheit. Zumindest die Insider im Publikum amüsierten sich köstlich, aber auch die in Kircheninterna weniger Bewanderten kamen nicht zu kurz, schließlich kann Lachen überaus ansteckend sein. Und wenn Henke altbekannte Weisheiten wie die, dass für einen Optimisten das Glas halbvoll, für einen Pessimisten hingegen halbleer ist, um den Nachsatz ergänzt, dass der Realist sich fragt, wer das Glas anschließend abspült, sind alle wieder mit an Bord. Unterm Strich ein vergnüglicher Abend, „gepflegte Unterhaltung oberhalb der Gürtellinie“, die mit viel Applaus belohnt wurde. Katharina von Boras Auftritt kam leider etwas zu kurz. Die Frau an Luthers Seite hätte aus ihrer Perspektive wohl noch so einiges von dem, was über den großen Reformator kolportiert wird, gerade rücken können – sicherlich zur Freude des Publikums.

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Autors

Bad Hersfelder Zeitung 8.5.2017

 

Katharina von Bora beim Demokratie Kongress in Berlin

“Demokratie ist keine Impfung” und “Demokratie ist nicht vererbbar.” Das sind zwei der stärksten Aussagen aus Podiumsdiskussionen beim Kongress.

Jede Generation muss Demokratie bewusst leben, erhalten und verteidigen und darf sich auf Erreichtem nicht ausruhen.

Vom 13.-14. März hatte das Bundesfamilienministerium und das Auswärtige Amt 400 Expertinnen und Experten aus gesellschaftlichen Organisationen eingeladen.

Im Französischen Dom gingen sie der Frage nach “Was hält Deutschland zusammen?”

Als Auftakt zum Forum “Gleichstellung” trat Sabine Henke als Katharina von Bora auf und brachte deren persönliche Sicht der Dinge kabarettistisch aufbereitet ein

“Kritisch und humorvoll”

Das Publikum dankte ihr für den unverblümten Abend voller Insiderwissen mit einem tosenden Applaus.

Artikel von Theresa Oertker, Füchtorf

Isolde und Frieda- allein bei Kaufstadt

“Der jubelnde Beifall der (fast nur) Frauen in der ausverkauften JAG-Aula zeigt, er hat Spaß gemacht, der Abend mit Frieda und Isolde.”
WAZ 9.3.15 Bottrop
Ute Hildebrand-Schute

Weltfrauentag 9.3.15

Gefangen im Kaufhaus

Mit freundlicher Genehmigung von Claudia Isenberg.

“Geistreich und scharfzüngig”

Sabine Henke begeistert mit “Nix für Feiglinge” in Osterholz-Scharmbeck,ein Artikel des Weser-Kuriers

“Sabine Henke begeistert in der Bücherei”

“Wortgewandt und wandlungsfähig”- ein Artikel der WAZ

Anstelle einer Presse-Seite: Offener Brief von Kulturschaffenden, Kulturvereinen, Journalisten und Kulturfreunden an die Zeitungen, Verlage u. entsprechende Rechteinhaber

Zm offenen Brief

Ausverkauft- künstlerische Highlights für guten Zweck

Keinen freien Platz mehr gab es am Freitag, d. 24.5.13 im Gemeindezentrum der Kreuzkirche. Mülheim ist eine feine Adresse für diese tradionsreiche Benefizveranstaltung zu Gunsten eines Kindergartenprojektes in Venezuela. Die Mischung hatte es in sich: lässig-cooler Jazz mit dem Trio blue notes, virtuose Klassik mit Anne Sandmann und Ada Tanir, gute Laune mit dem GMBH-Barbershop- Chor, poetisch berührende Szenen mit der Schauspielerin Maria Neumann vom Theater an der Ruhr, pointierte Satire mit der Kabarettistin Sabine Henke. Durch das Programm führte als gut gelaunter Moderator: Wolf-Dieter-Zimmermann. Und das Publikum- die wichtigste Größe an diesem Abend- nahm wie immer höchst interessiert und konzentriert auf, was sich da auf der Bühne abspielte! Ein äußerst gelungener, anregender, aufregender Abend war das, für alle Beteiligten! Bis nächstes Jahr!